Sinn gemacht?
Den Fortschritt hat die Welt gebracht. Doch hat die Welt denn Sinn gemacht,
wenn sie in allem was besteht sinnlos einmal doch vergeht?
Die Köpfe dieser Welt belehren. Den wesentlichen Sinn verwehren
tun sie trotz allem in der Zeit, ihrer Oberflächlichkeit,
in der die Spezialisten forschen, ohne auf den Sinn zu horchen,
der von der Gottheit überbracht den wahren Sinn im Wesen macht.
Die Welt hat ihren Sinn geformt, den sie aus ihrem Wissen normt,
doch hat im Wissen ihrer Art, die Wissenslücke ausgespart,
die ein wahrer Gott vielleicht in seinem Wissensgut vergleicht,
in der gleichnishaften Sicht, mit der Gleichung im Bericht.
An dieses Wissens-“Gut“ zu glauben und sich dadurch mehr Sinn erlauben,
wollen jene die, im Sinnen, an Logik mehr hinzu gewinnen
und daher völlig logisch meinen, dass sie letztlich sinnlos scheinen,
wenn sie nur der Welt vertrauen und dann grundlos auf „Nichts“ bauen.
Hat die Welt denn Sinn gemacht, oder ist der Sinn gebracht,
durch die Logistik in dem Raum? Sinn machen kann die Menschheit kaum,
die eigentlich ja, ganz bestimmt, nur von der Logistik nimmt,
die der Raum ihr, in der Welt, logisch zur Verfügung stellt.
Selbstherrlich agiert die Kraft der eitlen Geisteswissenschaft,
die von sich selber überzeugt, sich dem wahren Sinn nicht beugt.
Von sich selber eingenommen ist die Welt nie angekommen,
am Gefühl und im Verdacht, der Sinn sei nicht für sie gemacht,
sondern im Endeffekt nur, drum, für das Individuum,
das sich nicht mit der Welt vergleicht. Den wesentlichen Sinn erreicht
der Mensch, im lebenslangen Spiel, nur im absoluten Ziel.
Das absolute Ziel allein kann nicht in der Bedeutung sein,
die eine Welt im Argument ihrer bloßen Forschung kennt,
ohne dass sie sich eingesteht, dass „All-Es“ sehr viel weiter geht,
als es jemals überhaupt, ihr Argument zu sehen glaubt.
Die Welt hat viel hervorgebracht und sich bedingt den Sinn gemacht.
Doch dieser Sinn, den Forschung bringt, der bleibt relativ bedingt,
ein Sinn der nur vergänglich bleibt, in allem was die Welt betreibt.
Der Sinn der Welt bleibt „All-gemein“ und kann nicht unzerstörbar sein.
Darum ist der Sinn der Welt, als Hausgemachtes kalt gestellt,
ein bloßes Phantasiegebilde. Was führt der Intellekt im Schilde,
der alles klar zu wissen meint und doch im „Nichts“ zu enden scheint?
Der Raum allein hat Sinn gemacht und die Logik selbst erbracht,
die sich, insgeheim und still, vollkommen vollbringen will.
Vollkommen aus der Übersicht ist der Sinn der Menschheit nicht,
in der Bildung der Kultur, denn all der Sinn vergeht ja nur.
H. Feisel
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