Froschkonzert.
Es bläst der Frosch sich gerne auf, denn zweckmäßig im Lebenslauf
ist die aufgeblähte Haltung, in der freien Zeitgestaltung.
In aufgeblasenen Vergleichen will kein Frosch vom Standpunkt weichen.
Die Frösche, in dem seichten Teich, überall und artenreich,
tun eifrig durcheinander quaken. Es schwimmt viel Laich in den Kloaken,
wie mancher die Gewässer nennt, die er mehr als Tümpel kennt.
Die Frösche quaken an der Stätte, weil jeder gern Beachtung hätte,
mit dieser Tradition vertraut, und Unkenrufe tönen laut.
Die Unken rufen durcheinader. Ein dicker Frosch, sehr oft verschwand er,
abtauchend samt Kopf und Rumpf, innerhalb vom großen Sumpf.
Es bläst der Frosch die Backen auf. Der Kehlsack bläht sich im Verlauf,
beim Quaken das sich lange dehnt, weil der Frosch sich was ersehnt,
von seinen Wünschen angetrieben. Doch alle quaken, nach Belieben,
jeweils nur aus ihrer Sicht und viel verstehen kann man nicht.
Es gibt ein jeder Frosch im Nu beim Quaken seinen Ton dazu
und darum tönt der Kanon laut. Mit Stimmenvielfalt gut vertraut,
ist der Frosch, samt Kopf und Rumpf, abgetaucht in seinem Sumpf.
Nass gemacht und noch mehr nässer, aufgetaucht aus dem Gewässer,
der etwas miefenden Kloaken, beginnt er innigst laut zu quaken,
sich laut beschwerend an der Stätte, wo er gern Beachtung hätte.
Das Froschkonzert ist angestimmt wo man viel Gedöns vernimmt
und Töne sind, in Dur und Moll, irgendwie dabei das Soll,
bei dem Dreiklang im Akkord. Es endet mancher Ruf im Mord,
was man Rufmord nennen kann und mancher Frosch verendet dann,
irgendwie vielleicht indessen, dem Schicksal halber, aufgefressen.
Doch Frösche sterben niemals aus. Der Nachwuchs schlüpft und steigt heraus,
um die Umwelt auszuspähen und um sich baldigst aufzublähen,
nach dem Vorbild all der Alten, die sich routiniert verhalten.
Es tönt das Froschkonzert im Raum. Die große Stille nützt da kaum,
weil jeder etwas sagen will und darum ist es selten still.
Das Froschkonzert der großen Töne, definiert sich, im Geschöne,
beschönigt als die Harmonie, doch harmonieren will es nie.
Ist jeder Frosch ein Egoist, der sich selbst der Nächste ist,
in seinen lauten Ambitionen? Wie lässt sich die Welt verschonen,
vor denen die viel prophezeiend, ihre Töne von sich schreiend,
gerne von Visionen sprechen. Die Sprechblasen jedoch zerbrechen,
zerberstend, platzend wie der Ton, an dem lauten Mikrophon.
H. Feisel
Offenbarung 16; 13 und 14: Und ich sah aus dem Maul des Drachen (große Masse) und aus dem Maul des Tieres (Politik) und aus dem Maul des falschen Propheten (Religion) drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen. Es sind dies dämonische Geister (dämlich?), die Zeichen vollbringen; sie ziehen aus zu den Königen des ganzen Erdkreises, um sie zu sammeln für den Kampf am großen Tage Gottes, des Allherrschers.

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