Kreislaufbeschwerden.
Im Kreissaal wird der Mensch geboren, im Kreis der Schwestern und Doktoren
und alle die dort Mutter werden haben dabei die Beschwerden,
die sich mitunter in dem Leben in dem Lebenskreis ergeben,
innerhalb von dem Geschehen, bei dem Kommen und dem Gehen.
Tagein, tagaus, herein, heraus, geht es zu im Krankenhaus
als ob das was kommt und geht beständig neu im Kreis entsteht.
Das Leben dreht sich stets im Kreis, in dem ständigen Beweis
dass der Mensch, am Anfang prompt, ohnmächtig in den Kreislauf kommt
und im Kreislauf fortbesteht, bis er ohnmächtig wieder geht.
Lange ist der Mensch mobil und sein Kreislauf scheint stabil.
Im großen Kreislauf kann auf Erden die Natur im Kreislauf werden,
alles laufenden Entstehens und des ständigen Vergehens.
Der Kreislauf führt zur Lebenslust. Wird der labil dann bringt das Frust
und dem Menschen tut es schwindeln. Der junge Mensch wächst aus den Windeln,
tut bei den Gehversuchen schwanken, während die Alten wieder wanken.
Im Kreislauf kommt es zu Beschwerden und der alte Mensch auf Erden
bleibt mitunter, in dem Stil, im Kreislauf nicht mehr ganz mobil,
wenn er ganz verdächtig wankt, was er dem Gefühl verdankt
der Schwindel nähme oft im Nu schwankend in ihm ziemlich zu.
Das Kleinkind sucht das Gleichgewicht, der alte Mensch verliert es schlicht.
Kommt der Kreislauf arg in Not, dann kommt der Mensch aus seinem Lot
und bei den folgenden Beschwerden, schwinden nach und nach, auf Erden,
seine Kräfte all dahin. Ohnmächtig strauchelnd fällt er hin,
wenn er unbewusst fixiert sein Bewusstsein ganz verliert.
Der Sinn ist ganz bewusst sortiert. Wenn sich jedoch der Sinn verliert,
dann kann der Mensch nichts mehr erkennen, dann muss man ihn bewusstlos nennen.
Es dreht sich alles, wie man spricht, rasant im Kreis, aus dieser Sicht,
wenn der Kreislaufkollaps droht. Die Natur wirkt doch verroht,
wie es sich im Kreislauf zeigt, wenn der Mensch zur Schwäche neigt.
Schwächelnd ist der Mensch zugegen, um sich mühsam zu bewegen.
Der Kreislauf, so wie er begann, endet einmal, irgendwann;
und vorher kommen, stets auf Erden, in dem Kreislauf die Beschwerden.
So wie der junge Mensch entsteht und als alter Mensch vergeht,
so ist die Erde jung entstanden, die Menschen mit dem Raum verbanden,
der allem Kreislauf zugeneigt, irgendwann sein Alter zeigt.
Kommt der Kosmos in die Jahre? Weiß die Menschheit alles Wahre,
wenig ahnend von der Krise, nach der laufenden Devise:
dass man „All-Es“ wenig kennt, wenn man vorlaut bloß „Nichts“ nennt?
Gleicht der Kosmos, irgendwann, auch dem alten schwachen Mann,
der einmal, zuletzt am Schluss, im Kreislaufkollaps enden muss?
H. Feisel

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