Bestehen?
Wer kann ohne Sinn bestehen? Will man den einen Gott nicht sehen,
der allen Sinn in sich vereint, dann hat man auch den Sinn verneint,
den das bewusste Leben sucht, denn ohne den ist es verflucht.
Kann der Geist des Menschen reifen und den ganzen Sinn begreifen,
der im Raum gegeben ist, wenn er faktisch das vergisst,
bezüglich ganz bestimmter Sachen, sich im Leben klar zu machen,
was einst Götter überbrachten, die das Ziel erkennbar machten?
Es hat der Sinn, in diesem Spiel, ein klares definiertes Ziel,
das ein Gott einst glauben machte, als er den Plan zum Vorschein brachte
den die Menschheit glauben kann, seit das Wort an sie begann.
Wenn ein Gott, aus höchster Sicht, in seinem Wort vom Wissen spricht,
dann darf der Mensch es sich erlauben, an dieses Wissen fest zu glauben,
wenn er auch noch nicht erkennt, was man reales Wissen nennt.
Im Glauben kann der Mensch wohl reifen, um diesem Wissen vorzugreifen,
das er später, irgendwann, real und wirklich nennen kann.
Kann er die Wirklichkeit erkennen, dann muss er das noch Glauben nennen,
verbunden mit Substanzgewinn, im erkennbar höchsten Sinn.
So kommt ihm dieser Gott entgegen. Es kann der Mensch zugrunde legen,
dass er an ein Wissen glaubt das ihm die Welt noch nie erlaubt
als wahres Wissen zu begreifen. So kann der Geist tatsächlich reifen.
Der Sinn ist da im Argument, das ein Mensch dann glaubhaft nennt,
wenn er logisch weiter denkt, der Logik sei ein Ziel geschenkt.
Gibt es ein Lebensziel im Raum, dann ist dieser Gott kein Traum,
der vom Ziel des Lebens spricht. Wenn die Welt den Sinn zerbricht,
der ihr übergeben ist, dann wirken Heuchelei und List,
in dem Alltag allgemein, auf unbewusste Menschen ein,
die spitzen religiösen Krallen ahnungslos zum Opfer fallen.
Dieser Gott der zeigt sich schon, als Gegner mancher Religion,
einst in der Vergangenheit mit dem Götzendienst im Streit,
um die Wirklichkeit zu lehren und um Götzen abzuwehren.
Kann der Sinn im Raum bestehen, dann muss der Sinn wohl weitergehen,
als die Welt es irgendwann in ihren Grenzen wissen kann.
Wenn ein Gott im Raum besteht, zu dem der Sinn vollkommen geht,
dann ist der Sinn, wenn angenommen, vollendet zu dem Ziel gekommen,
wenn der Geist auf Erden wendet und nicht in dem Abgrund endet,
den er nur im „Nichts“ erstrebt, wenn er ohne „All-Es“ lebt.
Hat sich der Geist nicht viel versprochen, dann ist die Logik abgebrochen,
und der ganz enttäuschte Sinn der weiß auch nicht mehr wohin
er sich, im abgrundtiefen Groll, ohne Hoffnung wenden soll.
Will der Sinn im Raum bestehen, dann muss es logisch weitergehen.
H. Feisel
Schönes Gedicht. Das regt mich wirklich zum Nachdenken an. Eigentlich bin ich nicht der Fan von solchen GEschichten, aber deine Verse sind wirklich gelungen...
Kommentiert von: Pauschalreisen | 27. Januar 10 um 14:05 Uhr