Verschlossen.
Warum ist ein Mensch verschlossen, vielleicht vor seinen Weggenossen?
Was hält der Mensch in sich versteckt damit nicht jeder das entdeckt,
was mancher nicht verstehen kann? Versteht man vielleicht irgendwann
worüber man verächtlich lacht und was Kopfzerbrechen macht?
Es müssen die, die nichts verstehen, eigentlich auch gar nichts sehen,
scheint mancher Mensch in sich zu denken. Mancher tut die Blicke senken,
erniedrigt und in sich beschämt, weil ihn das Unverständnis grämt,
im ungenügenden Verstand, der sich in solchen Menschen fand,
die im Gedanken „Nichts“ befolgen. Der Unverstand der Welt hat Folgen,
weil die, die folglich wenig denken, dem Sinn nicht viel Beachtung schenken.
Schon manches Kind grämt sich im Sinn und sucht an dem Substanzgewinn,
als Menschenseele tief im Geist, wo sich vielleicht ein Sinn erweist.
Die Umwelt ist oft taub und blind. Verschlossen sinnt ein manches Kind,
in dem tiefsten Grund der Seele, innigst nach der Parallele,
die einen Sinn erkennen lässt. Wie im Regen und durchnässt,
allein gelassen, übersehen, tut mancher Mensch im Abseits stehen,
der hilflos, ohne Lebensmut, sich daher verschließen tut,
vor der Umwelt die nur scherzt, was ihn tief im Herzen schmerzt.
Darum ist mancher Mensch verschlossen, vor den werten Zeitgenossen,
weil er wohl, in viel Verdruss, sein Innerstes bewahren muss.
Im Regen steht man ganz verkühlt, wo man sich nicht beachtet fühlt,
je mehr wohl ein sensibler Geist, ziemlich unverstanden meist,
sich nach mehr Verständnis sehnt. Das hat die Welt ihm abgelehnt,
die keinerlei Verständnis zeigt. Dem Unverstand mehr zugeneigt,
geschieht die Handlung kurzerhand nur im mangelnden Verstand,
in den Aktionen ungezähmt. Wie in seinem Geist gelähmt
steht dabei halt, eben drum, verschlossen mancher Mensch herum,
den das Umfeld, wie es geht, nicht ansatzweise je versteht.
Wundern tut es die Genossen, denn der Mensch ist nur verschlossen,
den der Leumund ungeniert in Gerüchten diffamiert.
Der Mensch hat sich, vor den Genossen, zwecks dem Selbstschutz, nur verschlossen
und versucht, in dem Verfahren, nach außen sein Gesicht zu wahren.
Der Mensch, am Anfang sehr empfindlich, weil noch schwach und eher kindlich,
entwickelt in der Eigenschaft, „Gott sei Dank“, dann doch die Kraft
die alles Schwere überwindet und „Alles“ im Gedanken findet.
Dann hat der Mensch dem Geist vertraut und er kriegt eine dicke Haut,
die ihm wie Panzerplatten nützt und ihn vor der Verletzung schützt.
Aus seinem Kopf da wächst nach vorn, in großer Schlagkraft nun „Ein-Horn“,
das Dummheit hinterfragen kann. Gewisser weise schlägt sich dann
durch das Dickicht, in der Weise, das Panzernashorn seine Schneise.
H. Feisel

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