Scheinheilige.
Es sucht der Fromme irgendwie ständig nach dem Alibi,
das er wohl zu brauchen scheint. Mancher jedoch hat gemeint
derselbe sei nicht ernst zu nehmen, in den scheinheiligen Themen.
Wenn mancher, ohne klare Sicht, über manches Thema spricht,
dann kann er, geprägt von Riten, keinerlei Erkenntnis bieten.
Es können oftmals fromme Mienen nicht ansatzweise wirklich dienen,
wenn es um Sinn und Wahrheit geht, auf die der echte Gott besteht,
der alle Heuchelei verdammt, die nicht aus seinem Denken stammt.
Hat der Gott, der ewig denkt, nicht heilsam seinen Geist geschenkt,
der echt und wahr am wirken ist, weil er nicht den Sinn vermisst?
Der falsche Geist ist tief gespalten und will die Heuchelei gestalten,
in die er seine Nacktheit kleidet, weil er die Blöße gern vermeidet
die er sich selber, heimlich still, dabei nicht gerne geben will.
Er schmückt sich mit dem frommen Schein, doch gut getarnt kann er nicht sein,
weil ihn fast jeder Mensch erkennt, der ihn einen Heuchler nennt.
Der Heuchler ist halt, eben drum, listig zwar, doch trotzdem dumm,
obwohl er den Profit entdeckt, denn er ist nicht aufgeweckt,
als ein ehrlich wahrer Sinn. Materiell sucht er Gewinn
und Gier ist seine Resonanz. Verfügt er über die Substanz
die dem Geist gegeben ist, der nicht seinen Sinn vermisst?
Die Frommen, die den Sinn vermissen, die sind als solche im gewissen
alles andere als Heilig, denn heilsam ist der Geist anteilig
nur im wahren Sinn zugange. Es sieht der Scheinheilige lange
noch nicht die Wahrheit in dem Raum. Der Scheinfromme begreift wohl kaum,
dass er ohne Sinn verflucht, seinen Schein zu wahren sucht,
ganz unbewusst in dem Reflex, denn seine Schuld ist sehr komplex,
die er sich nicht eingesteht und die er frömmelnd übergeht.
Was Heilig scheint ist allgemein in diesem Falsch ein bloßer Schein
dessen was nicht wirklich ist. Wer die Zurückhaltung vergisst,
beim heiß begehrten Material, der dient der Wolllust allemal.
Die Fleischeslust ist an der Stelle, vorrangig das Materielle,
das in Geldgier, wie es ist, mancher unersättlich frisst.
Mancher wird, im Selbstbetrug, davon niemals satt genug
und er schlingt alles in sich rein. Zusehends wird er gemein.
Der Mensch versucht, zu seinen Zwecken, seine Geldgier zu verstecken
und tut in der Gewohnheit enden, alle Falschheit zu verwenden,
die er trickreich, irgendwann, nach und nach entdecken kann,
in sich selbst, in der Tendenz. Dazu dient ihm die Frequenz
wenn er den Götzen frequentiert. Die Substanz die er verliert
entspricht real dem wahren Geist, dem er nicht die Gunst erweist.
H. Feisel

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