Das Einhorn.
Die Mären und sehr viel Gefabel sind real doch sehr blamabel,
das sei einmal klar gestellt, für den Realsinn in der Welt,
der die Wahrheit hinterfragt und die Wirklichkeit beklagt,
die alle Welt im Sinn entbehrt. Wenn das Einhorn wiederkehrt,
wird es allen Sinn beweisen, denn es ist ein Geist verheißen,
der die Lügen nicht erträgt und der sich durch das Dickicht schlägt,
vielleicht mit ganz enormer Kraft, in seiner starken Eigenschaft.
Hindernisse und Barrieren tut ihm zwar die Welt bescheren,
in dem Dickicht ihrer Lügen, die um allen Sinn betrügen,
doch das hält nicht, in diesem Lauf, das Einhorn auf dem Wege auf.
Es dreht die Welt sich um die Achsen. Das Einhorn ist herangewachsen,
erst noch schwach in jungen Stunden, dann abgehärtet durch die Wunden,
zur vollen Kampfkraft tief im Geist. Wer Überlegenheit beweist
der muss sich dabei sozusagen mit den gröbsten Dingen schlagen
und damit auch mit dummen Köpfen, die sinnlos aus dem Blödsinn schöpfen.
Es zeigt der Geist sich noch demnächst, der in der Entwicklung wächst,
der vor der Sicht der Welt verdeckt, im Dickicht dieser Wildnis steckt,
die, die Menschheit noch umkleidet, die das Denken gern vermeidet.
Wenn das Einhorn aus der Sicht das Dickicht vor sich niederbricht,
geschützt durch seine Panzerplatten, dann wird es nicht so schnell ermatten.
Das Einhorn kämpft dabei schon länger, als so genannter Einzelgänger,
sich zwangsläufig durch diese Stätte, weil es gern den Zugang hätte,
zu der Lichtung im Geschehen, denn dort kann es den Lichtblick sehen,
nach dem düster dunklen Ort, in dem Dickicht immerfort.
Es bricht sich dabei seine Bahn, gegen all den dunklen Wahn,
der ohne viel Verstand und Licht, keinerlei von Sinn verspricht.
Das Einhorn wächst im Lebenslauf mit einem Horn am Kopfe auf,
das dem großen Kampfgeist nützt und das diese These stützt,
dass der Geist, der Sinn versteht, nicht ohne Kampf zu machen geht,
im zähen Streit mit dieser Welt, die alle Hindernisse stellt.
Das Einhorn lebt versteckt und scheu, doch bleibt es seinem Motto treu,
dass es sich, noch bis zum Schluss, gegen Kräfte wehren muss,
die einsichtslos danach begehren ihm auf seinem Weg zu wehren,
auf dem schmalen Trampelpfad. Es dreht die Welt sich wie ein Rad
und alles läuft nur stets im Kreis, ohne sichtbaren Beweis,
dass der Kreis, aus trüber Sicht, irgend einen Sinn verspricht.
Das Einhorn stößt mit seinem Horn, denn es drängt mit Kraft nach vorn
und zieht durchs Dickicht eine Furch, denn es kämpft sich wohl hindurch.
Früher hat man wohl gewusst, noch ohne religiösen Frust,
was ein Panzernashorn ist, als Einhorn ohne Hinterlist.
H. Feisel

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