Wiederholungstäter.
Der Mensch wird in einen noch relativ neutralen psychischen Zustand hineingeboren. Bestimmte Erbanlagen sind vorhanden, nicht nur was das optisch sichtbare körperliche Erscheinungsbild angeht, sondern auch was seine im Unterbewusstsein vorgegebenen vorläufigen Neigungen angeht.
Die Neigungen werden erst für den aufwachsenden und erwachsenen Menschen erfahrbar oder spürbar, in seinen Stimmungen, denen er zunächst ebenso unbewusst folgen kann. Im wesentlichen wird der Mensch aber durch Erziehung und im Umgang mit anderen Menschen beeinflusst. Letztlich entscheidend ist und bleibt das Individuum „Mensch“ selbst, in einer lebenslangen Selbstverantwortung sich selbst gegenüber. Programme, die sich im Menschen im Lauf der Zeit entwickeln, können maßgeblich vom menschlichen Bewusstsein aufgebaut, verändert und korrigiert werden (Sühne, Buße, Reue?).
Der Mensch programmiert sich grundsätzlich selbst, im mehr oder weniger aufbaufähigen wachsenden Bewusstsein. Er kann damit lebenslang sein erlangbares „Volles Bewusstsein“ anstreben und sich als Seele (Einheit, Volumen) in der Fülle des Geistes, wie es die Bibel formuliert, mit der realen, absoluten Grund- oder Ursubstanz des Raumes füllen. Die lebendige Seele (die Kreatur hat keine Seele, sondern sie ist eine Seele) kann somit ein relatives Potential im Volumen bilden (Bewusstsein) oder aber sie kann im abnehmenden Bewusstsein, bzw. im zunehmenden Vakuum (unbewusst, Unterbewusstsein) ständig mehr an wahrer Substanz verlieren. Die wahre ursächliche Substanz ist daher nur logisch verbindlich und aufbaufähig. Jeder Mensch ist grundsätzlich für seinen eigenen Werdegang oder auch Niedergang mehr oder weniger selbst verantwortlich. Die so genannte Schuldunfähigkeit gibt es nicht, denn das Vergehen oder das schwerwiegende Verbrechen ist immer eine Folge der Schuld oder der Schulden (das unbewusste Vakuum als geistiges Minus oder Soll im Bösen und im Gegensatz zum Haben, bzw. zum Gut oder Guten). Der Mensch kann in seinem ständigen Fehlverhalten, das zur festen programmierten Gewohnheit wird, weit unter die Stufe des neutralen wilden Tieres sinken.
Die Bibel nimmt dazu und in diesem Zusammenhang klar Stellung, indem sie sagt: „Der Hund frisst wieder, was er gespieen (ausgekotzt) hat,“
oder: „Die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot.“
Der Mensch kann sich sein Bewusstsein, das nur nüchtern und logisch aufzubauen geht, durch Drogen, Alkoholismus, in der praktizierten Heuchelei und durch abnormes, süchtiges Triebverhalten zunehmend zerstören, woran er immer selbst schuld ist. Wer seine Probleme nicht in den Griff kriegen kann, dem fehlt die dazu notwendige Sinneserkenntnis und sein Problem wird zunehmend größer und wird ihn, in der eigens empfundenen Sinnlosigkeit zerstören. Die eigene Schmerzempfindung und das Empfinden von auswegloser Dunkelheit und Leere ist das Resultat des mangelnden und ungenügenden Sinnes, das nicht durch Betäubung in der Sucht beseitigt wird. Der perverse Triebtäter folgt auch nur seinem Suchtverhalten, doch schuldunfähig ist er nie.
H. Feisel

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