Die Welt.
Diese Welt an sich, wie sie immer seit Jahrtausenden beschaffen war, ist gar nicht gesegnet, weil sie dem Geist der Allmacht entgegen gesetzt denkt, fühlt und handelt. Die Welt ist, dem Fürst der Welt (Satan) zufolge, niemals auch nur annähernd mit dem Reich Gottes vergleichbar, obwohl immer wieder so genannte Gottesstaaten wie Giftpilze aus dem Boden sprießen. Diese natürliche Welt auf Erden ist aber von nicht irdischen, weit überlegenen Lebewesen (Gott und Engel) ganz klar als das Reich der Bosheit definiert, in dem Satan als der Fürst, bzw. als der Verwalter dieses Reiches zur Sprache kommt, der sich allerdings für seine Regentschaft zu verantworten haben wird. Somit ist diese Welt in ihrer ständigen Abtrünnigkeit mehr verflucht als von Gott gesegnet, wenn man diesbezüglich von Welt als dem Gesamtkomplex spricht. Was gesegnet ist, das ist das einzelne menschliche Individuum, das sich im Sinn aus dieser Masse heraus entwickeln kann, ohne Ansehen der Person und aus allen Bevölkerungsschichten und Rassen.
"Ich bin nicht mehr in dieser Welt"; - das besagt nach der Himmelfahrt, dass die kosmische unsterbliche Person des Christus aus dieser Welt ging, bzw. sich aus dieser Welt entfernt hat und damit in den Weltraum hinaus gefahren ist.
Für die zurückbleibenden Menschen, die mit diesen Aussagen vertraut waren, blieb es unvorstellbar und damit ein ihnen unbekanntes Ziel. Es bleibt die Redewendung wie: "In meines Vaters Reich, das Reich Gottes, Himmelreich usw." In Verbindung mit dem so genannten Jüngsten Tag (der letzte Zeitpunkt des gewohnten natürlichen Systems) ist von der Wiederkunft Christi die Rede, von seinem Wiederkommen, das aus der Ferne und aus den Wolken angekündigt ist. Diese Wiederkunft knüpft sich an die Verheißung der Allmacht und ist ein lebendiges Massenaufgebot von für Menschen unvorstellbarem Ausmaß. Er kommt nicht allein, sondern die himmlischen Heerscharen, wie es heißt, sind mit ihm. Diese Verheißung bringt zweierlei mit sich, je nach Beschaffenheit des einzelnen menschlichen Geistes, der in Wölfe und Böcke auf der einen Seite und in Lämmer auf der anderen Seite definiert wird. Das ist die einfachste und maßgeblichste Charakteristik, die schlicht von menschlichen Charakteren spricht, die als Lämmer eigentlich nur friedfertig und ohne Falsch sind und ihren Frieden haben möchten und die den Lebenssinn lieben, im Gegensatz zu Böcken (bockig, den Kampf liebend) und Wölfen, die gerne im Hass und in der Blutgier agieren. Die inneren gesetzmäßigen Kriterien des Wesens sind in der Urteilsfindung daher unfehlbar, weil jedes innere individuelle Programm für sich selber zeugen muss. Der Unterschied ist schlichtweg vorhanden; das gelebte Leben prägt. Für die Lämmer, die sich diesem Sinn hingeben, ist ihre Seele vom Geist erfüllt; für Wölfe und Böcke, die sich diesem Sinn verweigern, ist die Seele zunehmend von Geist entleert. Das Gefühl einer tiefen, gähnenden und dunklen Leere kommt nicht von ungefähr, sondern hat einen ganz realen Hintergrund.
Wer sich als Wolfs- oder Bockmentalität in den Freitod stürzt und meint, er sei nun als göttlicher Märtyrer gestorben und auf den Weg ins Gottesreich, der ist als falsche Gesinnung ganz umsonst und sinnlos gestorben. Der hat seine Zeit vertan, in der noch eine psychische Entwicklung zum Besseren möglich gewesen wäre.
Wölfe und Böcke sind grundsätzlich die Verdammten, die es als widerspenstige Böcke aus der Herde der friedfertigen Lämmer zu trennen gilt und die als beutegierige, blutrünstige Wölfe von der Herde fern gehalten werden müssen. Sie widersetzen sich halsstarrig jedem kosmischen Sinn und bleiben sinnlose Geschöpfe, deren Vater als Satan bezeichnet wird, welcher sich durchaus im Kult der Religion heimisch fühlt. Der Ungeist des Ursprungs pflanzt sich durchaus seit dem Ursprung des Kosmos in der Mordlust des Wesens weiter fort, bis zu seiner endgültigen Erschöpfung. Das ist der Samen Satans. Der Samen Gottes unter den Menschen ist der welcher zum göttlichen Ursprung zurück findet, der sich aus der Umklammerung des weltlichen Ungeistes und des Hasses befreien kann. Befreien ist Reinigung des Geistes, bzw. hat als Läuterung mit der Erläuterung und mit dem Erkennen zu tun. Die erleuchtende Wirkung des göttlichen Lichtes ist der sich abzeichnende erleuchtete Geist des Menschen und die sich klärende und erklärende Klarheit des Verstandes. Der heilige Krieg des Korans ist von den Wölfen gänzlich falsch verstanden, weil sie nur weltlich und politisch agieren und damit verblendete Menschen schaffen. Das hat aber das Christentum in der Vergangenheit noch sehr viel umfangreicher betrieben und die Juden sind im Begriff den gleichen Irrtum zu begehen. Die Kinder Satans lernen innen nichts dazu, obwohl sie viel auswendig lernen und auswendig sprechen, was einem Ritus in der Kulthandlung gleichkommt. Tatsächlich inwendig lernen kann man nur vom erkannten Sinn, was den Inhalt oder den inneren Halt ergibt. Wer sich haltlos in den Abgrund stürzt, der hat keinen wirklichen und wahren Inhalt gefunden und lässt sich im Hass und in der inneren ausgehöhlten Leere missbrauchen.
von Heinrich Feisel

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