Sinn und Zweck.
Es lebt der Mensch, an vielen Tagen, ohne nach dem Zweck zu fragen,
der im Sinn verborgen steckt, den er aber kaum entdeckt,
vielleicht auch nicht entdecken muss, wenn er sein echtes „Gut“ am Schluss
in sich selbst bewahren kann. Doch oberflächlich bleibt er dann,
in dem abgelenkten Leben, offensichtlich im Bestreben,
wenn er all den Frust verdrängt und an der Lust am Leben hängt,
aber nicht den Unsinn sieht, der ihn in das Böse zieht.
Ohne Sinn und Zweck des Lebens ist das Dasein nur vergebens
und nicht selten nur ein Rausch, im gewissen Schlagabtausch,
bei der Auseinandersetzung, mit erheblicher Verletzung.
Sinn und Zweck zu hinterfragen das will ein mancher gar nicht wagen,
denn er fürchtet das Gewissen. Daher flüchtet er verbissen,
vor der Buße seiner Reue, immer wieder und aufs Neue,
bei jeder Art Gelegenheit und abgelenkt die meiste Zeit,
in die Gewohnheit, die er sieht, die ihn mechanisch an sich zieht.
Der Mechanismus wirkt abstrakt und der Mensch, im Schöpfungsakt,
bleibt sehr hohl als ein Gebilde, entsprechend der gelehrten Gilde,
ein Glied das möglichst, bis zum Schluss, gewöhnlich funktionieren muss,
in der Gesellschaft Seinesgleichen. Bleibt der Mensch, in diesem Zeichen,
gewöhnlich und ganz allgemein, sinnlos nur ein leerer Schein?
Soll Sinn und Zweck im Geist was bringen, dann muss dem Menschen das gelingen
was mit Substanz zusammenhängt, soweit der Mensch es nicht verdrängt
im Gewissen auszureifen und im Gedanken zu begreifen,
was mancher Mensch, der „Nichts“ erkennt, immer Unbegreiflich nennt.
Bringt der Geist, in dem Verstand, so etwas wie den Zweckverband,
in der Verbindung die geschieht, wenn eine Mehrheit weitersieht
und wenn der Mensch, der Sinn betreibt, nicht nur in der Einzahl bleibt?
Der Mensch der sinnlos wenig denkt, der bleibt weiter abgelenkt,
vom zentralen Punkt des Sehens. Innerhalb wohl des Verstehens
kann der Geist sich konzentrieren und damit die Substanz formieren.
Sinn und Zweck, um es zu nennen, lassen sich nur schwer erkennen
in dem eingeschränkten Hirn. Es trägt das Zeichen an der Stirn,
als so genannter Antigott, wer, geprägt vom leeren Spott,
den Götzendienst im Kult begehrt und nur zum Schein die Götter ehrt,
an die er niemals, irgendwann, realistisch glauben kann.
Der Antigott, in seinem Zeichen, stellt in der Religion die Weichen,
die zum leeren Abgrund führen. Dafür verlangt er Weggebühren,
in profitablen Interessen und der Weg führt während dessen,
weiterhin nur in das „Nichts“, nicht zuletzt durch des Verzichts,
„All-Es“ bildlich, im Geschehen, wahrheitsliebend einzusehen.
H. Feisel

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