Junggeselle / Trott.
Der Junggeselle lebt im Trott, vorerst noch nicht ganz bankrott,
tagein, tagaus, in seinem Zimmer und alleine ist er immer,
wie er manches mal beklagt,weil wohl niemand nach ihm fragt.
Wer soll aber sozusagen, nach dem Junggesellen fragen,
wenn die Interessen schwinden sich mit demselben zu verbinden.
Der Junggeselle ist indessen längst von aller Welt vergessen
und er weiß, er ist allein. Somit muss er einsam sein
und die Einsamkeit durchleben. Sein Bestes will er trotzdem geben,
wenn er auch nicht weiß wozu. Der Augenblick der ist, im Nu,
momentan schon längst vergangen. Er weiß nichts damit anzufangen,
mit dem was man die Liebe nennt, weil er die nicht wirklich kennt,
als Sinnestäuschung im Gehirn. Was geht vor in seiner Stirn,
eigentlich auch ganz verborgen, heute sinnend schon am Morgen?
Er überlegt und denkt und denkt, mitunter etwas abgelenkt,
wie er denn einmal, am Schluss, die Existenz beenden muss.
Beenden darf, beenden kann er sicher einmal, irgendwann,
sein ziemlich tristes Einerlei und dann ist er wirklich frei,
von allen aufgedrängten Zwängen, die ihn in die Ecke drängen.
Ignorieren kann man alles, im gesetzten Fall des Falles,
weshalb der Junggeselle meint, dass er ganz verloren scheint,
in dem weltlichen Getriebe, ohne jede Nächstenliebe.
Als Nächster steht er denen gern am allerliebsten ziemlich fern,
die von Herzlichkeit nichts wissen und jeglichen Verstand vermissen.
Viele Leute die sind drum unverständig und sehr dumm
und können damit allgemein niemals seine Nächsten sein.
Wer ihm nahe steht muss wissen: es hat ihm fast das Herz zerrissen,
angesichts von jenen Leuten, die ihm sicher nichts bedeuten,
weil sie abgestumpft und blind gemeinhin nur gewöhnlich sind,
im verschlossenen Verstand. Mit dem Rücken zu der Wand
steht er in der Unterkunft, mangels auch von der Vernunft,
die seine Nächsten wenig zeigen, die zur Geistes leere neigen
und so leider, taub und blind, nicht wirklich seine Nächsten sind
und auch niemals werden können. Dem Junggesellen wärs zu gönnen,
dass er die Dummheit all besiegt und dann in die Höhe fliegt,
wohl bedingt durch Gottes Segen,seinem wahren Ziel entgegen.
Der Junggeselle bleibt allein, denn es kann niemand bei ihm sein,
weil die Menschen „Nichts“ verstehen und „Alles“ völlig übersehen.
Eines Tages schläft er ein, dann will jeder bei ihm sein,
obwohl alle, die das wollen, ihm dann nicht mehr folgen sollen
und die bleiben dann allein, denn so muss ihr Schicksal sein.
Der Junggeselle ist nicht mehr! Vermisst er die Gesellschaft sehr?
H. Feisel

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