Artikuliert.
Den Artikel rausgebracht hat wer im Volk die Stimmung macht
und es wird das diskutiert was in der Art formuliert,
großes Interesse weckt. Artikuliert ist das entdeckt -
und fast jeder gibt drauf acht - was in der Wortwahl deutlich macht,
dies und jenes sei allzeit von allergrößter Wichtigkeit.
Machtvoll ist das Schwergewicht, von dem oft der Artikel spricht,
denn schwergewichtig ist der Mann, den man Wichtig nennen kann.
Doch mancher ist, aus klarer Sicht, eher nur ein schlimmer Wicht
und der Gedanke schließt sich an, dass, mit allem Drum und Dran,
das Kapital gehortet liegt, das schwergewichtig überwiegt.
Artikuliert, an mancher Stätte, wird das was mancher gerne hätte
und mancher lieber eher nicht, aus der subjektiven Sicht.
Artikuliert wird manches Wort, an diesem oder jenem Ort,
bei mancherlei Besichtigung. Zum Zwecke der Beschwichtigung,
vor der allgemeinen Sicht, artikuliert sich der Bericht
im Dementi oft beizeiten. Die Absicht lässt sich wohl verbreiten,
in dem Artikel formuliert, derartig artikuliert,
denn er soll der Bildung nützen oder vor Verleumdung schützen,
wo auch immer oder wie. Genaues weiß man manchmal nie
und sehr viel später, in der Tat, kennt man manchen klugen Rat.
Artikuliert in manchen Sätzen, unüberhörbar an viel Plätzen,
ergibt sich manche Redewendung, wenn möglich dabei in Vollendung
der gewissen Strategie. Polemisch klingt es wie sonst nie
in dem Wahlkampf schon beizeiten, denn taktisch muss man vorbereiten,
was dem Stimmenfang entspricht. Die Stimmung dient, in dieser Sicht,
dem politischen Kalkül. Aufgeheizt und ziemlich schwül,
wie vor dem drohenden Gewitter, klingt manche Stimme daher bitter,
artikuliert, wenn's geht gekonnt, gewisserweise an der Front.
Doch manche Rede klingt gedämpft, wo mühsam um die Worte kämpft
wer unausweichlich doch am Schluss die Reue demonstrieren muss.
Artikuliert wird in dem Spiel in der Welt mitunter viel,
wobei sich aber, im Bericht, vieles häufig widerspricht,
im Pro und Kontra an der Stelle. Die Mode schwappt wie eine Welle
artikulierend beinah über. Manche Sicht wird trotzdem trüber,
denn es geht der Sinn verloren. Besserung hat sich geschworen
wer wohl fälschlich orientiert seine Fehler formuliert,
um dieselben auszumerzen. Artikulierend aus dem Herzen
kann wer ehrlich überzeugt sich innen nicht den Lügen beugt.
Hat ein Gott artikuliert was nicht seinen Wert verliert,
obwohl die Menschen „Nichts“ erkennen und „All-Es“ nicht beim Namen nennen?
H. Feisel

Letzte Kommentare