Allegorisch.
„Das Bibelwort führt zu den Fragen, die im Begriff die Antwort sagen!“
Kann sie ein Theologe kennen? Man kann sie nicht auswendig nennen,
nach den Kriterien, die man kennt und auswendiges Lernen nennt.
Den auswendig gelernten Text plappert mancher wie behext
in vielen ausgedehnten Wörtern. Kann er einen Sinn erörtern,
angesichts der vielen Fragen, kann er eine Antwort sagen?
Die Antwort darauf lauten: „Nein“. Die Antwort ist zu allgemein,
welche Theologen nennen, die nicht einmal sich selbst erkennen,
denn Selbsterkenntnis liegt oft fern, ohne einen echten Kern.
Verschleiert wird an mancher Stelle im Pathos oft das Aktuelle
und Religion gibt sich pathetisch. Manchmal wirkt das wie magnetisch,
in auswendiger Phantasie und äußerlicher Energie.
Der Vorteil ist sehr schnell entdeckt, der in der großen Menge steckt,
denn die Masse muss es bringen. Dann kann der Profit gelingen,
innerhalb der Religiösen, die mit Haken und mit Ösen,
dabei eisern im Bestreben, sich auf Menschenfang begeben.
Stark berauscht, wie von viel Sekt, hat Religion viel ausgeheckt,
innerhalb von vielen Sekten, der angeblich Unbefleckten.
Die Kirche ist zwar auch pathetisch, doch ganz und gar nicht sehr magnetisch,
denn sie zieht, so dann und wann, wie man deutlich sehen kann,
nur noch manche Alte an und Ehefrau und Ehemann,
manchmal mit dem weißen Schleier, im Ritus der Familienfeier.
Die Tradition will sich erhalten und darum tut sich das gestalten,
was die Zeremonie gut nach außen zelebrieren tut.
Die Schriften sind in jedem Land, im Kult nur noch ein Gegenstand,
in den religiösen Riten, als so genannte Requisiten.
Wer die Beschwörungsformel spricht, versteht den Sinn der Wort nicht,
die er auswendig erlernt, weit vom wahren Geist entfernt.
Die echte Formel im Verzeichnis steckt verhüllt in manchem Gleichnis,
was die Welt noch niemals sah, weil in ihr kein Sinn geschah.
Die Welt hat dabei nicht entfernt ansatzweise zugelernt,
innerhalb der neuen Zeit, nach anfänglicher Schwierigkeit,
die Wirklichkeit im Kopf zu fassen und tut das Denken unterlassen.
Der Kopf der Welt hat nicht gedacht und nur den Ritus beigebracht
und was der Kopf der Welt nicht denkt, das wird ihr nicht als Sinn geschenkt.
Die Religion war zu gemein und sie bot keinen klaren Wein,
denn sie ließ sich allgemein das Gleichnis keine Lehre sein.
H. Feisel

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