Allein.
Ist ein Mensch mit sich allein soll es mitunter wohl so sein,
denn von Allen ist er Einer und er selber und sonst keiner.
So entsteht ein starker Geist, was das alleine sein beweist,
der konzentriert am wachsen ist, wenn er nicht seinen Sinn vergisst,
der ihm schon gegeben war. Das war ihm allein nur klar,
schon von Kindesbeinen an, als der Denkprozess begann,
zum Trotz von allen Schwierigkeiten, die ihn lebenslang begleiten.
Im Umfeld bleibt er auch allein, wie könnte es auch anders sein,
wo die Gesellschaft gar nicht sieht, was in seinem Geist geschieht
und was in seinem Kopf vorgeht, wo es sich um Gedanken dreht.
Als ihn das Leben fast verdirbt, als ihm seine Mutter stirbt,
da ist er nur mit sich allein und er kann nicht glücklich sein.
Eingepfercht im öden Raum, vergeht ihm auch der letzte Traum,
durch allzu viel Gewöhnlichkeit und Gemeinheit in der Zeit,
die er unter viel Verdruss, mühsam überwinden muss.
Nicht verschont von Depressionen muss er im tristen Umfeld wohnen,
wo der die Umgebung fast als so genannte Heimat hasst,
in der er niemals, irgendwann, sich jemals selber finden kann.
Somit bleibt er ganz allein, denn er kann nur verschlossen sein,
abgeschottet vom Erleben, jener die nach „Ihrem“ streben.
Je mehr er an dem Inhalt hängt, je mehr wird er als Kind bedrängt,
je mehr geschieht an ihm der Zwang, viele harte Jahre lang.
Er kann nicht sein was er wohl ist, in der Art wo er Sinn vermisst
und er kann, lange Zeit auf Erden, nicht er selbst im Geiste werden.
Das Umfeld ist wohl sehr gemein. Darum bleibt er ganz allein.
Trotzdem ist ihm, notgedrungen, in Einsamkeit der Sinn gelungen,
um den er lange, bis zum Schluss, allein gelassen kämpfen muss.
Allein hat er sich konzentriert, damit er nicht den Sinn verliert,
allein gewinnt er seine Kraft, aus seiner ganzen Eigenschaft,
die sich langsam in ihm formt und den neuen Menschen normt.
Allein durchbricht er eine Wand, die massiv im Hirn bestand,
vererbt und vielleicht anerzogen, durch diese die sich selbst belogen,
in ihrem zweifelhaften Streben, im ganz sinnentleerten Leben.
Alleine bleibt er im Gedanken, angesichts sehr enger Schranken,
die in jenen Köpfen stecken, die sehr wenig Sinn entdecken.
Alleine muss er weiter suchen und die Blödheit still verfluchen,
in der wohl die Gesellschaft denkt, der er wenig Glauben schenkt.
Alleine ist er daher lange in sich selber viel zugange,
um nach allem Sinn zu forschen, um die Logik auszuhorchen.
Erkennbar wird ihm langsam „Alles“, denn „Nichts“ betrifft ihn keines Falles.
H. Feisel

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