Abstrus.
„Ist ein wirrer Mensch konfus, dann redet er dabei abstrus
wirres Zeug mit seinem Mund“, so lautet manchmal der Befund
im so genannten Irrenhaus. Drückt sich ein Mensch sehr sinnlos aus,
dann ist er scheinbar stark verwirrt, weil der Geist sich arg verirrt.
Damit ist der Mensch ein Wirrer und man sagt er sei ein Irrer.
Bleibt die Logik auf der Strecke, dann ist der Geist ganz ohne Zwecke,
orientierungslos verwirrt, ganz absurd umher geirrt.
Unverständlich redet er und verworren treibt er quer.
Er ist dann der Vernunft beraubt, weil er abstrusen Unsinn glaubt,
weil er absurdes Zeug begrüßt und damit mit den Sinnen büßt,
indem er allen Sinn verliert, wenn er maßlos ungeniert
die Wahrheit nicht mehr wirklich kennt und absurde Lügen nennt.
Im dunklen Nichts, im tiefen Frust, wird der Mensch ganz unbewusst,
der sein Bewusstsein selbst zerstört, wenn er sich im Geist betört,
wenn er, in seinem Argument, nicht Lügen von der Wahrheit trennt,
wenn er nicht an der Logik hängt und alle Logik von sich drängt.
Kommt ihm die Vernunft abhanden, denn hat er sich nicht eingestanden,
dass er viele Fehler machte, während er ganz sinnlos dachte.
Der grobe Unsinn, der ihn trieb, der leider in ihm haften blieb,
der ganz sinnlos in ihn schlich, während jeder Sinn entwich,
ließ ihn immer tiefer sinken. Mancher muss sich viel betrinken
und mancher hat es dumpf erwogen, mittels Alkohol und Drogen,
seinen Sinn, den logisch wachen, nach und nach kaputt zu machen,
ist nicht mehr Herr von seinen Sinnen und verliert den Sinn ganz innen.
Dann verliert er den Verstand, stößt mit dem Schädel an die Wand,
die ihm jede Sicht verbaut. Weil er in das Leere schaut,
in das abgrundtiefe „Nichts“, wird aus ihm kein Geist des Lichts,
in seinem sinnlos schwarzen Loch, in das er sich entleert verkroch,
in das er immer tiefer fällt, weil ihn nichts mehr wirklich hält.
Der jähe Sturz, der tiefe Fall, der ergibt sich überall,
wo der Mensch, der wenig denkt, sich keinen Sinn im Leben schenkt
und abgelenkt und wie berauscht, den klaren Sinn mit Sucht vertauscht.
Die materielle große Sucht ist unersättlich, wie verflucht,
die Ablenkung, laut der Devise, das Denken schaffe eine Krise.
Wer sinnlos denkt ist in der Tat, konfrontiert und ohne Rat,
mit seiner Krise in dem Geist, haltlos ohne Grund zumeist.
H. Feisel

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