Aber Glauben?
Aber glauben kann man dies, wie es schon seit früher hieß.
Kann man „Aber“ manches glauben? Man kann sich der Vernunft berauben,
wenn man manches glauben will und mancher glaubt vielleicht ganz still,
was er besser, an der Stätte, im Glauben nicht vertreten hätte.
Aber glauben kann man das. Was die Menschheit viel vergaß,
das war leider, sozusagen, logisch das zu hinterfragen,
was man, der Vernunft beraubt, leicht und allzu gerne glaubt.
Aber glauben kann man viel, wenn's sein muss auch im falschen Spiel.
Über Fragen nachzudenken, ohne sich viel Sinn zu schenken,
das ist sicher, alle Tage, ziemlich zwecklos in der Frage,
auf die der Mensch oft, wie verflucht, vergeblich eine Antwort sucht.
Die Antwort lässt sich nicht leicht finden. Man muss sich ziemlich überwinden
und dem falschen Ego wehren, um die Antwort zu begehren,
von der ein Geist, aus klarer Sicht, nüchtern realistisch spricht.
Die Fragen hören im Verlauf auch an jenem Punkt nicht auf,
wo das Wissen, das besteht, nicht erkennbar weiter geht.
Wo das Wissen kläglich endet da wird der Glauben gern verwendet,
was immer manche Menschen glauben, wenn sie sich im Sinn berauben,
wenn sie keiner Logik trauen und daher in die Leere schauen.
Aber glauben kann man viel. Doch nur die Logik führt zum Ziel.
Wenn der Mensch den Sinn vergisst und glaubt was niemals logisch ist,
dann kann er keinen Sinn erkennen. Das muss man Aberglauben nennen,
weil er das trotzdem aber glaubt, all seiner Vernunft beraubt.
Was er glaubt ist oft sehr schlicht, aus der allzu trüben Sicht.
Wo das Wissen nicht mehr reicht und manche Frage doch nicht weicht,
da entdeckt je, irgendwann, der Mensch was er so glauben kann.
Der Mensch, der zu den Fragen greift, ist denkend oft nicht ausgereift;
und darum sucht er, sozusagen, angesichts bestimmter Fragen,
unlogisch in dem Verhalten, um den Glauben zu gestalten.
Von aller Logik weit entfernt hat er im Glauben „Nichts“ gelernt,
denn er glaubt oft keines Falles logisch sinngemäß an „Alles“,
was der Glauben, in der Tat, vielleicht im Raum zu bieten hat.
Ein Glaube der nicht irgendwann sich logisch fortentwickeln kann,
der wird niemals „All – gemein“ real ein echtes Wissen sein
und niemals jemals dazu neigen eine Wirklichkeit zu zeigen.
Aber glauben viele doch und sei es an das schwarze Loch,
in das sie tief zu fallen scheinen, wie sie sinnlos selber meinen;
und an das „Nichts“, als Unterkunft, ohne Logik und Vernunft.
Mancher Mensch glaubt allerhand, wenn auch ohne viel Verstand;
und glaubt leicht an dumme Lügen, die das Menschenhirn betrügen. H. Feisel

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