Treue.
Immer wieder und aufs Neue erweist man sich vielleicht die Treue,
wenn zwei Menschen weiter gehen und weiter zueinander stehen,
im alltäglichen Getriebe, bedingt wohl durch die starke Liebe.
Mancher setzt noch auf die Treue, wo der andere aufs Neue
längst von neuer Liebe spricht und vielleicht weiß er leider nicht,
dass die Treue längst zerbrach, die man ihm vorher gern versprach.
Von Treue hat der Mensch gesprochen, die Treue hat er längst gebrochen
und die Liebe ist gewichen. Wie ein Hund davon geschlichen
hat sich jener der nur kraucht, weil man ihn scheinbar nicht mehr braucht.
So erweist sich leider nur, mancher große Treueschwur,
als ein ziemlich leeres Wort, denn der ganze Sinn ist fort.
Wer will und kann die Treue halten, wenn manche nur die Lust gestalten,
sich selber, an bestimmten Plätzen als den Mittelpunkt zu schätzen,
aber leider, im Geschehen, manchen schlicht nur übersehen?
Ignorierend von sich drängend und sicher kaum zusammen hängend,
kann die Beziehung allgemein, nicht von viel Bedeutung sein.
Manchen hat man nur verstoßen, in den argen und den großen
kummervollen Lernprozess, unter Schmerzen und viel Stress.
Schmerzlich muss ganz allgemein die peinliche Erfahrung sein,
im treue losen „Nichts“ beschert. Was ist das Wörtchen Treue wert,
wo man nicht weiß um was geht, wenn man nur auf sich selbst besteht,
ohne Rücksicht und Vernunft? Wer klagt in seiner Unterkunft,
nur verachtet und verstoßen, über seinen Schmerz den großen,
der ihm in der Seele brennt, wenn man ihm nicht die Wahrheit nennt?
Für alle Wahrheit stets gekämpft, wird sein Lebensmut gedämpft,
durch jene die ihn nur betrügen und über keinen Sinn verfügen.
Fehlt es den Menschen an Verstand? Mit dem Rücken zu der Wand
steht ein mancher hilflos da, den man völlig übersah
und niemals akzeptieren will. Darum schweigt derselbe still,
der groben Dummheit widerstehend und auf zu seinem Herren sehend,
den er, in seiner Wahrheit, ehrt. Es bleibt ihm jedes Recht verwehrt
durch die dümmsten Intriganten, die sich nicht dazu bekannten,
die volle Wahrheit im Geschehen jemals ehrlich einzusehen.
Treue, das erkennt er dort, ist nichts als nur ein leeres Wort.
Wenn auch durch Lügen überfahren, so wird er doch die Treue wahren,
zu seinem Herren, seinem Gott, widerstehend all dem Spott,
der aus dem losen Mundwerk quillt. Sein Verlangen wird gestillt,
nach Wahrheit und Gerechtigkeit, bei dem Gott der Ewigkeit,
nachdem er einmal, irgendwann, erlöst von denen leben kann,
die, keine Treue je verwenden und treue los auf Erden enden.
H. Feisel

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