In die Länge.
Geschichte zieht sich in die Länge, missachtend die Gedankengänge
die sich auf „All-Es“ konzentrieren. Trotzdem nur im „Nichts“ verlieren
muss sich alle Weltgeschichte, denn der Sinn geht dort zunichte
wo die Welt, die an „Nichts“ glaubt, keinen wahren Sinn erlaubt.
Die Gesellschaft formt ihr Recht. Doch ist aller Sinn noch echt,
der ewig vielleicht ausgebreitet in der Entwicklung weiterschreitet,
die alle Welt, was auch geschieht, in der Wirkung niemals sieht,
es sei denn nur im wahren Geist, der sich aus sich selbst beweist.
Die Weltgeschichte, die sich formt, hat die Menschheit selbst genormt,
in einer Norm die das betreibt was unverkennbar maßlos bleibt.
Maßlos zieht sich, im Gedränge, die Weltgeschichte in die Länge,
wo Menschen in die Menge drängen und am falschen Führer hängen,
der den Massen suggeriert dass die Geschichte profitiert,
von viel Aggression beim Sieg, innerhalb vom edlen Krieg.
Die Edelmänner, die sich zeigen, wollen dabei nicht verschweigen,
dass sie Auserwählte sind und die Menge ist zu blind,
die ihre Führer auserwählt, weil doch jede Stimme zählt.
Die Monarchen mit viel Titeln versuchen lange zu vermitteln
dass sie Auserwählte seien und Diktatoren tun befreien
von der Freiheit sozusagen und lassen sich auf Sänften tragen.
Dass stark verängstigt Menschen fliehen das muss sich in die Länge ziehen,
solange Große dazu neigen sich verantwortlich zu zeigen
für den Ablauf der Geschichte, die mitunter allzu schlichte,
in dümmlichen Zusammenhängen. Vorher tut die Menge drängen,
ihrem Führer hinterher. Doch das Gedränge tut sich schwer,
wenn alles zu dem Fluchtweg drängt. Die Geschichte hat verhängt
was verhängnisvoll und laut manchem Wegverführer traut
und es zieht sich, im Gedränge, der Engpass ziemlich in die Länge,
der, als Weg zum Ziel verwendet, als Sackgasse abrupt jäh endet.
Am jähen Abgrund der Geschichte wird die Führung schnell zunichte.
Die Weltgeschichte geht stets weiter, nur die Welt wird kaum gescheiter,
die aus alle dem nichts lernt und von der Wahrheit weit entfernt,
in viel Rangelei verstrickt, alle Logik kaum durchblickt.
Die immer neue Balgerei macht dumme Menschen vogelfrei,
die ahnungslos und taub und blind zum Abschuss freigegeben sind.
Im demokratischen Gedränge zieht die Wahl sich in die Länge,
wo Große ihre Macht erfassen. Als Auserwählte wählen lassen
tun sich alle Mächtigen, die nicht selten prächtigen,
die, die Verantwortung beklagen, die sie angeblich selber tragen,
während sie doch stets im Neuen die Antwort auf viel Fragen scheuen.
H. Feisel
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