Denkzettel 16. Wer nicht real und logisch denkt, der ist stets nur abgelenkt, von der Folgerichtigkeit, innerhalb von seiner Zeit, die ihm für die Entwicklung bleibt. Wenn ihn das Interesse treibt, täglich zu gewissen Dingen, die ihm vielleicht Freude bringen, dann ist er längst noch nicht am Ziel. Zu gewöhnlich bleibt das Spiel an dem grauen Alltag hängen, während Interessen drängen, abgelenkt in dem Verhalten, tausend Dinge zu gestalten, die alltäglich wichtig scheinen, aber doch im allgemeinen, letztlich niemals wichtig sind. Für den zentralen Punkt zu blind, sind jene die vergeblich denken, sie müssten ihre Schritte lenken, um nur den Alltag zu beherrschen. Ihnen fehlen die Recherchen, wie man vielleicht irgendwann an ein Ziel gelangen kann, das keine Wünsche offen lässt. Im Regen steht, wer arg durchnässt keinen Sinn im Leben findet und sich nicht selber überwindet, um, hoffentlich einmal beizeiten, zielgerechter fort zu schreiten. Wünsche gibt es immer viel, doch wer erkennt ein großes Ziel, das die Zeit weit überragt, während er nicht danach fragt, wie er sich noch, bis zum Schluss, weiterhin entwickeln muss, um der Vorbereitung willen. Wie kann man sein Bedürfnis stillen ständig abgelenkt zu sein? Ziemlich schlicht und mehr gemein sind die menschlichen Gedanken, die kaum in die Höhe ranken, sondern wuchernd, mehr am Boden, je nach Zeit und ihren Moden, eigentlich wie Unkraut spriesen. Selten hat ein Mensch bewiesen, wie weit ein Geist noch denken kann, nachdem er irgendwie begann, in dem Denken fort zu schreiten, um die Richtung einzuleiten. Zwielichtig hat der Mensch gedacht, wie er sich das zumVorteil macht, was er materiell ersehnt, an die Wünsche angelehnt, die ihn vielleicht stützen sollen. Doch ob in allem seinem Wollen ihm ein fester Halt entsteht, während er nur wankend geht, in dem Ziespalt seiner Seele, das erweist sich als Querele, in dieser seiner Fragestellung, mangels wohl auch der Erhellung, in eigens seiner Dunkelheit. Klarheit käm ihm, mit der Zeit, wenn er denn, aus nächster Nähe, real die ganze Wahrheit sähe. Doch dazu müsste er, im Denken, die Gedanken weiter lenken, als es im Alltag, grau und trist, im allgemeinen üblich ist. Wo nimmt er den Gedanken her? Schon der Ansatz fällt ihm schwer, weiterhin nur abgelenkt, wo er nur ganz vergeblich denkt, er müsste eine Antwort nennen, um den wahren Sinn zu kennen. H. Feisel

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